Schnelle Runden drehn

Keine Lust aufs Wintertraining im Freien? Auf der überdachten Radrennbahn in Augsburg verfliegen die Kilometer im Nu' - egal ob es draußen regnet oder schneit! Interessiert? Dann einfach Kontakt mit uns aufnehmen und Termin vereinbaren!

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Daten zur Radrennbahn

Länge: 200 Meter
Baujahr: 1988
Material: Holz
Geschlossene Halle
Ganzjähriger Betrieb

Deutsche Meisterschaft Derny

Am vergangenen Wochenende fanden in Forst (Lausitz) die Deutschen Meisterschaften der Elite im Derny und der Steher statt. Zwei unserer RSG-Sportler – Matthias Robert als Schrittmacher und Leon Fausto Echtermann als Fahrer – nahmen am Dernyrennen teil.
Zunächst hatten die beiden etwas Pech mit der Losung des Vorlaufs und standen im ersten Lauf – dem schnelleren der beiden Vorläufe zusammen mit allen Favoriten. Dementsprechend schnell und hektisch wurde es: über 60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, knapp unter 20 Minuten für 20 Kilometer. Niemand wollte nachgeben, es kam sogar zu Berührungen zwischen Schrittmachern und Fahrern.
Mit Platz zwei unmittelbar hinter dem favorisierten Gespann waren wir sicher im Finale.
Dieses führte über 100 Runden mit 40 Kilometern.
Auch dieses Rennen wurde unerwartet schnell gestartet, das Tempo blieb hoch und mit ca. 65 km/h wurde die erste Hälfte zum Ausscheidungsfahren. In Runde 60 unterlief unserem Gespann ein kleiner Fahrfehler, wobei der Rhythmus unterbrochen wurde und der Anschluss zur Spitzengruppe verloren ging. Leon konnte sich lange Zeit nicht mehr erholen. In den letzten 10 Runden wurde der Rhythmus wieder gefunden und Geschwindigkeit konnte aufgenommen werden, um im Sprintfinale noch den sehr zufriedenstellenden 5. Platz zu sichern.

Schwarzwald Ultra Radmarathon 2026 (SURM): 230 Kilometer, 3.800 Höhenmeter, zehn Stunden

Sonntag, 20.09.2026, 7:00 Uhr: Ich stehe am Startbogen in Alpirsbach im Schwarzwald. Vor mir liegen Wälder, verträumte Dörfer, anspruchsvolle Anstiege wie der Kandel und einige der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Vorbereitet war ich: Reifenheber, Ersatz-TPU-Schlauch, Mini-Kompressor, Ersatzakkus für die elektronische Schaltung, Ersatzkontaktlinsen und alles, was man für 10 Stunden auf dem Rad benötigt. Mit 230 Kilometern und 3.800 Höhenmetern liegt der SURM etwas unter den Eckdaten des Kitzbüheler Radmarathons, den ich zuletzt gefahren bin. Der Charakter der beiden Veranstaltungen ist verschieden. Während Kitzbühel durch lange, steile Anstiege fordert, zermürbt der Schwarzwald Ultra durch ständiges Auf und Ab. Schön die Perspektivwechsel zwischen tief eingeschnittenen Tälern und aussichtsreichen Höhenzügen. Der Wahoo lieferte nach dem Rennen die Leistungsdaten. Der Training Stress Score („TSS“) lag bei 322 Punkten und bestätigt die hohe Gesamtbelastung des Tages. Der Intensity Factor („IF“) betrug 0,56. Das bedeutet, dass ich über die gesamte Distanz mit durchschnittlich 56 Prozent meiner funktionellen Schwellenleistung unterwegs war. Die Leistung lag bei durchschnittlich 133 Watt normalized power. Interessant der Variability Index („VI“) von 1,06. Dieser Wert beschreibt die Gleichmäßigkeit der Leistung. Die 1,06 zeigen, dass ich die Leistung über viele Stunden konstant abgegeben habe. Der Durchschnittspuls lag bei 118 Schlägen pro Minute.

Der SURM war organisatorisch top: Kleidertransport, ausgezeichnete Beschilderung, hervorragend ausgestattete Verpflegungsstationen. Man hat an jeder Stelle gespürt, wie viel Herzblut in der Veranstaltung steckt. Als ich eine Dame an einer Verpflegungsstation für den guten Kuchen gelobt haben, hat sie geantwortet: „Isch mit Liebe gemacht“.

So schön der Schwarzwald und so groß die Herausforderung auch sind: Solche Distanzen machen gemeinsam mehr Spaß. Windschatten, Gespräche unterwegs, gegenseitige Motivation. Leider war der SURM frühzeitig ausgebucht. Einige RSG-Kollegen, die gerne mitgefahren wären, konnten keinen Startplatz mehr bekommen. Vielleicht findet sich für 2027 ein Mitfahrer oder mehrere Mitfahrer der RSG Augsburg, denn trotz aller Einzelleistung bleibt Radfahren auch ein Teamsport.

 

 

Saisonfinale auf der Augsburger Radrennbahn

Am Mittwoch, den 30. September, steht auf der Augsburger Radrennbahn das Finale des Brauerei-Rapp-Cups 2026 auf dem Programm. Mit dem siebten und letzten Lauf endet die diesjährige Serie der traditionsreichen Abendbahnrennen. Rennbeginn ist um 18:30 Uhr. Seit dem Auftakt im April haben sich die Fahrer auf der 200 Meter langen Holzbahn miteinander gemessen. Beim Finale geht es nun ein letztes Mal um Punkte und damit um die Entscheidungen in den Gesamtwertungen. Gerade zum Saisonabschluss versprechen die engen Duelle auf der kurzen Augsburger Bahn abwechslungsreichen und publikumsnahen Bahnradsport.

Der Cup ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Bahnkalenders der RSG Augsburg und eng mit seinem Namensgeber Georg Rapp verbunden, der die Rennserie mit einer großzügigen Spende unterstützt. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag dazu, dass die traditionsreiche Veranstaltungsreihe fortgeführt und insbesondere dem Nachwuchs wertvolle Wettkampferfahrungen auf der Augsburger Radrennbahn ermöglicht werden.

Die RSG Augsburg freut sich zum Abschluss der Serie auf zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer im Augsburger Velodrom. Der Eintritt ist wie immer frei.

Deutscher Rekord beim Augsburger Sprintercup

Hochklassiger Bahnradsport, spannende Sprintduelle und ein neuer deutscher Rekord: Beim Finale des Augsburger Sprintercups um den Peter-Krauß-Preis 2026 verwandelte sich Radrennbahn Augsburg am Wochenende in einen Treffpunkt für die besten deutschen Nachwuchssprinter.

Der Sprintercup erinnert mit dem Peter-Krauß-Preis an den langjährigen, inzwischen verstorbenen Unterstützer des Augsburger Bahnradsports. Seine Familie unterstützt die Veranstaltung auch weiterhin und leistete in diesem Jahr mit einer großzügigen Spende einen wichtigen Beitrag zur Ausrichtung des Rennwochenendes und zur Förderung des Nachwuchses.

Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Tim Niklas Brehme vom RSC Turbine Erfurt. Der noch der U17 angehörende Fahrer bewältigte die fliegenden 200 Meter in 10,412 Sekunden und stellte damit einen neuen deutschen Rekord in seiner Altersklasse auf. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 69 km/h. Brehme ließ in der Qualifikation sogar sämtliche U19-Fahrer hinter sich und gewann anschließend auch den Sprintwettbewerb der Junioren.

Prominente Unterstützung erhielt die Veranstaltung durch Weltmeisterin Emma Hinze. Die Schirmherrin der Nachwuchsrennserie war persönlich im Velodrom anwesend und erlebte die Duelle der jungen Athletinnen und Athleten unmittelbar mit. Für den Nachwuchs bot sich damit die besondere Gelegenheit, eine der erfolgreichsten deutschen Bahnradsportlerinnen persönlich zu treffen.

Auch der ausrichtende Verein war sportlich gut vertreten. Maximilian Huss von der RSG Augsburg überzeugte in der männlichen U17. Nach Rang sechs im Sprint steigerte er sich am zweiten Wettkampftag auf den fünften Platz im Keirin. Damit belegte der Augsburger Nachwuchsfahrer auch in der Gesamtwertung aus Sprint und Keirin einen starken fünften Rang.

Die Gesamtsiege des Augsburger Sprintercups gingen an Enie Böttcher vom SSV Gera in der weiblichen U17 und Ole Braun von der RG Radschläger Düsseldorf in der männlichen U17. Bei den Juniorinnen setzte sich Marie Louise Raake vom RSC Cottbus durch. Die Gesamtwertung der Junioren gewann Matyás Malina vom Dresdner SC, während Leonhard de Araújo Albrecht vom RSV Irschenberg die Elitewertung für sich entschied.

Für zusätzliche Spannung sorgte die Bayerische Meisterschaft im Madison, die im Rahmenprogramm ausgetragen wurde. In dieser besonders taktischen Disziplin wechseln sich jeweils zwei Fahrer eines Teams durch Anschieben beziehungsweise Ablösen ab und kämpfen bei regelmäßigen Wertungssprints um Punkte.
Den Gesamtsieg des klassenübergreifenden Madison-Rennens über 70 Runden holten Anton Malek vom RV Sturmvogel München und Elia Sedlak vom RSV Götting-Bruckmühl. Mit 40 Punkten dominierten sie sämtliche sieben Wertungssprints. Maximilian Huss trat gemeinsam mit Kilian Hubert vom RV Sturmvogel München an. Das Duo wurde Fünfter des Rennens und war damit das drittbeste U17-Team.

Mit den Wettbewerben in Sprint und Keirin bildete Augsburg zugleich den Abschluss der diesjährigen Bahnrad Nachwuchs Liga. Die schnellen Zeiten, die spannenden Rennen und die guten Leistungen des Augsburger Nachwuchses machten das Wochenende auch aus Sicht der RSG Augsburg zu einem besonderen Erfolg.

Impressionen vom Augsburger Sprintercup 2026

Bilder von Norbert Liesz – Weitere Aufnahmen unter Radbilder.de

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